Startseite   -  Impressum   -  Datenschutz
 
Alte Silberweiden im Auenwald, sie können bis zu 250 Tage im Jahr im Wasser stehen
Riesige Silberweide an der Murg.

Die Weide (Salix)

Ein sehr artenreicher Baum, deren Unterscheidung oft schwer fällt, weil sie sich gerne vermischen. Die Salweide ist wohl die bekannteste Art, denn durch ihre ovalen Blätter fällt sie etwas aus der Reihe. Auch ihre Blütenkätzchen erscheinen manchmal schon im Januar und sind eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Wildbienen.

Die Korbweide, auch Kopfweide genannt, wurde für die Herstellung von Körben verwendet.  Die Rinde enthält Salizylsäure, der Grundstoff für die Aspirinherstellung. Dies wird heute aber synthetisch hergestellt. Es wirkt gegen Rheuma und Gicht, als fiebersenkendes Mittel, schmerzstillend, aber auch blutverdünnend und keimtötend.

Erst im 19 Jhd wurde das Mittel entdeckt. Der griechische Arzt Hippokrates 400 v. Ch. empfahl bei Fieber und Schmerzen einen Aufguss aus Weidenrinde. Die Germanen kannten auch schon die Wirkung der Rinde und kauten sie bei Schmerzen.

Mythologie und Spirituelles   Lunabaum.   Die (Trauer) Weide ist ein interesanter Baum, über das ganze Jahr hebt sie sich von anderen Bäumen ab. Sie verströmt Melancholie. Personen mit Traurigkeit oder Schwermütigkeit fühlen sich von ihr angezogen..

Die Weide spielt auch in der Bachblüte eine Rolle.  Ich selbst habe bei einer Wanderung bei auftretenden Zahnschmerzen kleine Rindenstücke der Salweide ausgekaut, den Saft geschluckt, das verholzte wieder ausgespukt. Es hat gewirkt, die Zahnschmerzen waren für rund 2 Std. weg. Eine Schwermütigkeit konnte ich aber nicht feststellen. Durch die filigrane Art der Blattordnung weht der Wind mit einer gewissen Leichtigkeit durch die Weide und gibt ihr fast ein zweifarbiges Aussehen, vor allem bei der Silberweide.