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Ätherische Öle, Luftreinigung als globales Thema

Ätherische Öle bei Waldbäumen - Diese haben im Wesentlichen 3 Funktionen:

1. Anlockung von Insekten zur Bestäubung, auch die meisten Blütenduftstoffe sind das "Duft"-Ergebnis ätherischer Öle. Waldbäume werden überwiegend vom Wind bestäubt.

2. Krankheitshemmende Wirkung und Schutzfunktion gegen Mikroorganismen, z.b. Bakterien, also antibiotische Wirkung. Ein auf Menschen übertragbares, für Kinder sehr anschauliches Beispiel wäre z.B. die Wirkung von Pfefferminzöl gegen Erkältungskrankheiten.

3. sog. allelopathische Wirkung, d.h. Pflanzen können mit Ausscheidungen ätherischer Öle ihre Konkurrenzkraft stärken. Diese können auch von abgefallenem Laub ausgehen. So ist z.B. die Blattstreu von Walnuß- und Eichenarten wuchshemmend für viele Konkurrenzpflanzen.

Warum fallen Blätter ab?

Abfallende Blätter bleiben einen Sommer am Baum, die Verfärbung signalisiert den Abbau des Chlorophylls und damit einhergehende Zunahme roter Carotinoide (gelbe und rote Farbstoffe). Diese sind bei einigen Baumarten weniger vorhanden (Erle, Esche) daher fallen sie grün oder braun. Zeitgleich mit der Verfärbung wird eine Trennschicht zwischen Blatt - und Blattnarbe ausgebildet, die dann auch den Laubfall verursacht.

Immergrüne Blätter bleiben mehrere Jahre am Baum und werden .i.d.R. während des ges. Jahreszyklus ausgetauscht/abgeworfen. Pflanzen mit immergrünen Blättern sind i.d.R. frostempfindlicher und an wärmere Gegenden angepaßt, wo sie ganzjährig Fotosynthese betreiben können. Oder sind so klein ausgebildet, dass ihnen der Winter nichts anhaben kann, z.B. Nadelbäume. Nadelbäume, die verstärkt im kontinentalen Bereich vorkommen, also Gegenden mit schnellem Warm-Kalt-Wechsel im Frühjahr/Herbst haben dort den Vorteil, dass sie im Frühjahr schnell auf Wärme reagieren können, da sie nicht erst Blätter ausbilden müssen. Spätfröste und Winter hingegen können den Nadeln wenig anhaben, da sie wenig Wasser verdunsten.

Im ozeanischen Bereich (also Meeresnähe bis auf einige 100 km) hingegen dominieren laubabwerfende Pflanzen, die sich im Winter durch Laubabwurf schützen. Der Übergang von Kalt nach Warm wird durch "Meeresnähe" ausgeglichen, wodurch die Pflanze in aller Ruhe ihre Laubblätter entfalten kann.  Daneben gibt es dann auch noch Bäume, die sich an Extremklima angepasst haben, wie z.b. Lärchen die selbst im Winter ihre Nadeln abwerfen – dafür können sie auch in Sibirien problemlos bestehen.

Gibt es im Winter keine Fotosynthese? Wer reinigt da die Luft?  Nadelbäume betreiben auch im Winter Fotosynthese, aber je nach Wetterlage deutlich eingeschränkt.

Reinigung der Luft: der Reinigungsprozess der Luft durch die Fotosynthese muß global, also weltweit gesehen werden, da wir ja auch durch die großen Wetterströme und Luftdruckgbiete einen weltweiten Luftaustausch haben. Darum sind auch die großen Tropenwälder für unser bzw. das Weltklima so wichtig. Ausserdem haben wir in Mitteleuropa ja in den Mittelgebirgen ausgedehnte Nadelwaldgebiete, die auch im Winter die Luft reinigen können.

Herzlichen Dank für diese Informationen an die forstliche Versuchsanstalt Freiburg.